Gesund schlafen im Wasserbett? Wir erklären die Vorteile und Nachteile.

Gesunder Schlaf im Wasserbett?

Wasserbetten werden sehr kontrovers diskutiert. Wie immer und überall gibt es Pro und Contra. Liest man die Statements, entsteht allerdings der Eindruck, dass es eine richtige Fan-Gemeinde gibt, die sich trotz gewichtiger Argumente gegen ein Wasserbett gar nicht irritieren lassen möchte.
Wir zeigen hier die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Wasserbettes im Vergleich zu orthopädischen Schlafsystemen auf. Selbstverständlich gehen wir von einer qualitativ hochwertigen Ware aus, um die Aussagen auch wirklich vergleichbar zu machen.

Die Vorteile eines Wasserbettes

  • Erzeugt wenig Druck auf den Körper, darum wird es häufig als „bequem“ empfunden.
  • Kann durch Beheizen des Wassers aufgewärmt werden (im Winter schön warm und im Sommer eher kühl, wenn das Wasser nicht aufgeheizt wird).
  • Die Wärme wird als verspannungslösend empfunden (anfänglich häufig weniger Schmerzen).
  • Für kurzfristiges „schwereloses“ Lagern in Wärme sind Wasserbetten optimal, z. B. als Wellnessanwendung, aber auch als kurzfristige Wärmebehandlung oder Entlastung bei akuten (Verspannungs-) Schmerzen.
  • Hygienischer in Bezug auf das „Einlagern“ von Milbenkolonien in der Matratze und Hausstaubentwicklung von der Matratze ausgehend.
  • Macht Spaß beim Schaukeln.

Die Nachteile eines Wasserbettes

  • Eine ergonomische Lagerung muss, neben Druckentlastung an Hüfte und Schulter, auch Stütze bieten, z. B. im Lordosenbereich (volkstümlich „Hohlkreuz“). Wasser wird jedoch durch das Körpergewicht lediglich verdrängt; eine orthopädisch korrekte Unterstützung der Wirbelsäule ist somit nicht gegeben.
  • Für Bauchschläfer ist diese Bettvariante wenig geeignet: da die Körpermitte meist schwerer ist als der restliche Körper, liegen Kopf und Beine weiter oben, d.h. die Wirbelsäule bildet eine „Bananenform“.
  • Das Aufheizen des Wassers erfolgt mittels Anschluss an einer Stromquelle. Seit vielen Jahren schon gibt es Studien, die aufzeigen, dass langfristiger Einfluss durch Stromquellen und elektromagnetische Felder negative (Spät-)Auswirkungen auf Zellen, Organe und die Bildung von Melatonin (Schlaf- und Schutzhormon) haben können.
  • Es wird empfohlen, das Wassers mind. einmal jährlich mit chemischen Mitteln zu reinigen.
  • Weitere Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt: zusätzliche Stromkosten (ca. 80 € pro Jahr bei einem Doppelbett) sowie ein höherer Versicherungsbeitrag in der Hausratversicherung, größerer Stellflächenbedarf (ca. 20 cm zuzüglich Matratzengröße), schwierigeres Handling beim Umstellen oder Umzug.

Unser Fazit zum Wasserbettenkauf:

Für das kurzfristige Lagern sind Wasserbetten eine gute Alternative – ähnlich wie Luftbetten (die nach wie vor in der medizinischen Versorgung berechtigten Einsatz finden). Eine langfristige Lagerung in einem Wasserbett erachten wir – vor allem aus o. g. gesundheitsrelevanten Gründen – nicht als empfehlenswert. Die Vorteile, die Wasserbetten bieten, können im qualitativen Sektor von orthopädischen Schlafsystemen gut ausgeglichen werden, ohne die Nachteile eines Wasserbettes „in Kauf nehmen“ zu müssen. Letztlich entscheidet aber auch hier jeder für sich, ob oder was gut für ihn ist oder nicht.

Hier finden Sie Alternativen zum Wasserbett!

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2018-01-28T14:13:47+00:00